Stellen Sie sich zwei Wohnungsanzeigen vor. Die erste zeigt einen leeren Raum mit grauen Wänden und blanken Holzdielen. Die zweite zeigt denselben Raum, jetzt mit hellem Sofa, einem Esstisch am Fenster und einer großen Pflanze in der Ecke. Welche der beiden Anzeigen klicken Sie an?
Genau das ist das Problem mit leeren Räumen: Sie verkaufen sich schlechter. Käufer können sich schlicht nicht vorstellen, dort zu wohnen. Klassisches Home-Staging, also echte Möbel ausleihen und in die Wohnung stellen, kostet 3.000 bis 8.000 € pro Objekt und dauert Wochen. Virtuelles KI-Staging schafft denselben Effekt in 24 Stunden, für einen Bruchteil der Kosten.
Was ist virtuelles Staging?
Beim virtuellen Staging wird die fertige Fotostrecke eines Objekts an einen Spezialisten oder eine KI gegeben, die die leeren Räume digital möbliert. Tisch, Sofa, Pflanzen, Bilder, alles wird passend zur Raumarchitektur eingefügt. Das Ergebnis sieht aus wie ein echtes Foto eines bewohnten Raumes.
Wichtig: Die Möbel sind nicht echt. In jedem seriösen Exposé wird deutlich gekennzeichnet, welche Bilder virtuell gestaged wurden. Käufer bekommen also einen Eindruck der Raumwirkung, wissen aber immer, dass die Möbel nicht inklusive sind.
Drei Anwendungsfälle, in denen sich Staging besonders lohnt
1. Leerstehende Immobilien
Der Klassiker. Erbschaftsfälle, gerade ausgezogene Mieter, fertig sanierte Neubauten, überall, wo die Wohnung beim Fototermin leer ist, lohnt sich virtuelles Staging. Die Resonanz auf gestagte Inserate ist nach unseren Erfahrungen drei- bis viermal höher als bei leeren Vergleichsfotos.
2. Renovierungsbedürftige Objekte
Bei Häusern aus den 70ern und 80ern mit alten Tapeten, vergilbten Wänden und Teppichboden in fragwürdigen Farben hilft Renovierungs-Staging. Wir zeigen, wie der Raum mit neuem Anstrich, modernem Bodenbelag und zeitgemäßer Möblierung aussehen könnte. Käufer sehen das Potenzial , statt nur den aktuellen Zustand.
3. Geschmacks-Probleme
Manchmal sind Räume voll möbliert, aber so individuell geschmückt, dass potenzielle Käufer sich nicht in den Raum hineindenken können (Stichwort: Kuckucksuhr-Sammlung im Wohnzimmer). Hier können wir digital "entrümpeln" und mit neutraler Möblierung neu inszenieren.
Was es kostet
Für einen einzelnen Raum kostet professionelles virtuelles Staging zwischen 30 und 80 € pro Bild, je nach Detailtiefe und Anbieter. Eine komplette Wohnung mit 5–6 Räumen liegt bei 200–500 €. Im Vergleich zum klassischen Home-Staging (3.000–8.000 €) ist das ein Bruchteil.
Bei uns ist virtuelles Staging Bestandteil unseres Standard-Vermarktungspakets , also im Maklerhonorar enthalten, ohne dass Sie zusätzlich zahlen müssen.
Wo die Grenzen liegen
Virtuelles Staging ist ein Vermarktungswerkzeug, kein Wundermittel. Es kann ein vernachlässigtes Objekt nicht in ein Premium-Haus verwandeln. Diese Aspekte bleiben unverändert:
- Bausubstanz und Zustand: Wer einen Wasserschaden hat oder eine kaputte Heizung, muss das transparent machen. Staging ändert daran nichts.
- Grundriss und Schnitt: Ein dunkler, schlecht geschnittener Raum wird durch Staging optisch schöner, aber nicht räumlich besser.
- Lage: Bleibt die Lage. Auch das schönste Staging macht aus einem Haus an der Schnellstraße kein ruhiges Wohngebiet.
Trotzdem: In den meisten Fällen, in denen wir Staging einsetzen, verkürzt es die Vermarktungszeit deutlich und führt zu mehr Besichtigungsanfragen, und damit zu mehr Verhandlungspositionen.
Wann arbeiten wir damit?
Wir prüfen bei jedem Objekt, ob virtuelles Staging Sinn macht. Bei einer hochwertigen, bewohnten Stadtwohnung mit gutem Mobiliar nicht, da würde Staging den Eindruck verfälschen. Bei einem leer stehenden Einfamilienhaus oder einer noch unmöblierten Erbschaftswohnung praktisch immer. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam mit Ihnen beim Erstgespräch.
Sehen Sie ein Beispiel auf der Startseite
Auf unserer Startseite finden Sie einen Vorher/Nachher-Slider, mit dem Sie unsere Staging-Qualität selbst beurteilen können. Wenn Sie für Ihre Immobilie eine Einschätzung wollen, melden Sie sich gerne.
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